Blinden- und Sehbehindertenverein Ratingen e.V.

Informationen

Die Möglichkeiten, sich zu informieren, um auf dem laufenden zu bleiben, sind für unseren Personenkreis gegenüber den Sehenden stark eingeschränkt. Dank der fortschreitenden Technik gibt es aber auch hier vielerlei Angebote, sich Informationen über die unterschiedlichsten Sachgebiete zu beschaffen.

Mit Rücksicht auf die große Zahl der Späterblindeten bildet die "Hörcassette" die wohl wichtigste Informationsquelle, die verständlicherweise von allen Betroffenen am meisten in Anspruch genommen wird. An zweiter Stelle steht - wie sollte es anders sein - die Blindenschrift. Wer in der Lage ist, am Computer zu arbeiten, kann in begrenztem Umfang auf Diskettenmaterial zurückgreifen.

Der Blindenverein Ratingen stellt "Tönende Zeitungen" auf Cassetten her, die an die Mitglieder verschickt werden und vor allem Nachrichten aus dem kommunalen Bereich enthalten. Darüber hinaus können aus den verschiedensten Bereichen von privaten Tonstudios Hörcassetten bezogen oder bei den Blindenhörbüchereien entliehen werden. Letzteres trifft sehr häufig für die öffentlichen Stadtbüchereien zu, was für Ratingen gleichermaßen zutrifft.

In Blindenschrift steht ebenfalls ein umfangreiches Angebot zur Verfügung. Bei mehreren Büchereien kann die Literatur entliehen werden, oder sie ist bei Punktschriftdruckereien käuflich zu erwerben. Selbstverständlich sind auch Wochen und Monatszeitschriften in Braille erhältlich.

Die Lücke für individuelle Informationen in Blindenschrift für die Mitglieder der Blindenvereine konnte nun erfreulicherweise durch die fortschrittliche Computertechnik weitgehend geschlossen werden. Ein in mehreren Universitäten entwickeltes Computerprogramm gestattet es, auf einem üblichen PC Normalschrift in Blindenschrift zu übersetzen und mit einem speziellen Braille-Drucker beliebig oft ausdrucken zu lassen. Die Voraussetzungen zur Integration sind also auf diesem Sektor sehr vielfältig, jedoch mit hohem Kostenaufwand verbunden. Die Krankenkassen bzw. die Hauptfürsorgestelle prüft von Fall zu Fall die Kostenübernahme.

Zurück zur Informationsübersicht